Projektbeschreibung
Der "Virtuelle Campus" wurde im Rahmen eines studentischen Projektes im Fach Umweltinformatik erstellt. Ziel des Projektes war es, eine relativ neue und aktuelle Informatiktechnologie - nämlich die der QuickTimeVirtual Reality-Panoramen und Objektfilme - kennenzulernen und damit ein für die Universität relevantes Projekt zu realisieren. Die Wahl fiel auf eine virtuelle Darstellung des Universitätscampus, die für die Außendarstellung und zusätzlich im Rahmen des Expo-Konversionsprojektes genutzt werden kann.
Mit den Realisierungen von Panoramas auf dem Computer wird an eine alte und meist in Vergessenheit geratene Technik der Landschaftsdarstellung angeknüpft, die die Beschränkung auf einen einzelnen Bildausschnitt aufhebt und wegen der großen Attraktivität zum ersten optischen Massenmedium avancierte. Ab Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden 360 Grad Rundum-Gemälde erstellt, die zum Teil in eigens dafür erstellten, gigantischen Bauten ausgestellt wurden. Diese Rotunden erreichten Dimensionen von 32m im Durchmesser und 15m in der Höhe (s. Oettermann, S.: Das Panorama. Die Geschichte eines Massenmediums. Frankfurt 1980).
Die Faszination des Panoramas bleibt aber auch in der virtuellen Variante erhalten. Hier fehlt zwar die räumliche Dimension und damit das Ausfüllen des gesamten Gesichtsfeldes, aber durch die Interaktivität, durch das Navigieren in den einzelnen Panoramen und durch den übergang zu anderen Panormanen wird ein guter räumlicher Eindruck erzeugt.
Die Technik zur Erstellung solcher Panoramen ist inzwischen recht komfortabel und erschwinglich geworden. Der Werdegang von der Aufnahme über die Erstellung der Panoramen bis hin zur Verlinkung der einzelnen Panoramen zu Szenen auf diesen Seiten ausführlich und in Form einer Anleitung beschrieben.
Der "Virtuelle Campus" mit seinen über 60 Stationen und unzähligen Verlinkungen der Stationen konnte nur durch den überdurchschnittlichen Einsatz einiger Studierender realisiert werden, denen hiermit für ihr außergewöhnliches Engagement und die lebendige Zusammenarbeit ausdrücklich gedankt werden soll.
Lüneburg im Mai 2000
Uwe Mylatz und Martin Schreiber
Literatur
- Oettermann, S.: Das Panorama. Die Geschichte eines Massenmediums. Frankfurt 1980
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